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Startschuss für die Aktion zur Restaurierung der Kirchenorgel in Raitenhaslach

Josef Krügl am 07.12.2024

2024 12 Dezember 05 Spende Klosterorgel Raitenhaslach Foto: Hubert Brandl
Übergabe der Spenden an die Katholische Kirchenstiftung Raitenhaslach. Auf dem Bild: in der Mitte Pfarrer Erwin Jaindl, links Wanda Benning und rechts Dr. Bert Raeymaekers beide Rotary Club Altötting-Burghausen

Rotary Club und Pfarrer Erwin Jaindl spenden 4000 €

Es ist eine lan­ge Tra­di­ti­on, dass die Rota­ry Clubs aus dem Chiem­gau im Herbst zusam­men­tref­fen und bei­spiels­wei­se gemein­sam eine loka­le Kul­tur­stät­te besu­chen. Die­ses Jahr hat der Rota­ry Club Alt­öt­ting-Burg­hau­sen das soge­nann­te Ruper­ti-Tref­fen im Klos­ter Rai­ten­has­lach orga­ni­siert. Für eine Fest­re­de im Stei­ner­nen Saal des Klos­ters hat der Club den Prä­si­dent-eme­ri­tus der Tech­ni­schen Uni­ver­si­tät Mün­chen (TUM) Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Wolf­gang Herr­mann ein­ge­la­den. Die­ser hielt einen span­nen­den Fest­vor­trag über das mit­tel­al­ter­li­che Zis­ter­zi­en­ser­klos­ter (gegrün­det 1146), das nach der Säku­la­ri­sie­rung in 1804 letzt­end­lich 2014 ein Aka­de­mie­zen­trum der TUM gewor­den ist. So ist ein klös­ter­li­ches Wis­sens­zen­trum mit einer Biblio­thek, die lei­der nicht mehr exis­tiert, ein moder­nes Tages­zen­trum für einen aka­de­mi­schen Wis­sens­aus­tausch gewor­den. Herr­mann refe­rier­te über die inspi­rie­ren­de Wir­kung der baro­cken Klos­ter­ge­bäu­den und der vie­len gut erhal­te­nen kul­tu­rel­len Klein­oden in unse­rer Ober­baye­ri­schen Umge­bung. Das Aka­de­mie­zen­trum wird sehr gut besucht und erfüllt inner­halb der TUM eine wich­ti­ge Rol­le für Stu­den­ten und Per­so­nal. Am Ende sei­nes Fest­vor­trags gab Prof. Herr­mann selbst in der Klos­ter­kir­che noch ein klei­nes Vor­spiel auf der his­to­ri­schen Orgel zum bes­ten. Er ver­zich­te­te auf ein Hono­rar für die Fest­re­de, so dass der Rota­ry Club Alt­öt­ting-Burg­hau­sen für die Restau­rie­rung der Orgel ger­ne 2000 € spen­de­te.
Pfar­rer Erwin Jaindl ließ es sich nicht neh­men, die Spen­de von Rota­ry zu ver­dop­peln in dem er eben­so begeis­tert 2000 € für die Orgel spen­de­te. Er erklär­te, dass die gesam­te Restau­rie­rung ca. 470.000 € betra­gen wür­den. Im Augen­blick — auch dank einer Groß­spen­de von Prof. Dr. Wolf­gang Herr­mann – gibt es einen finan­zi­el­len Grund­stock von ca. 100.000 €. Mit wei­te­ren Zuschüs­sen ist zwar zu rech­nen, aber einen Groß­teil muss die Pfar­rei auf­brin­gen. Aber, ein Pro­jekt die­ser Grö­ßen­ord­nung kann auch nur gemein­sam geschul­tert wer­den. In Zusam­men­ar­beit mit dem Lan­des­amt für Denk­mal­pfle­ge, dem diö­ze­sa­nen Orgel­re­fe­rat, dem diö­ze­sa­nen Kunst­re­fe­rat, der Stadt Burg­hau­sen, dem Land­kreis Alt­öt­ting, dem Bezirk Nie­der­bay­ern und dem Frei­staat Bay­ern soll daher das Pro­jekt auf eine soli­de finan­zi­el­le Basis gestellt wer­den.
Der beson­de­re Wert der Kir­chen­or­gel wird erklärt durch Hein­rich Wim­mer, Orga­nist in Burg­hau­sen und Regio­nal­kan­tor im Deka­nat Alt­öt­ting. Die Orgel der ehem. Klos­ter­kir­che Rai­ten­has­lach zählt welt­weit zu den Orgeln mit dem größ­ten erhal­te­nen Pfei­fen­be­stand aus der Barock­zeit. Dies ist schon allein des­halb bemer­kens­wert, weil es nur sehr weni­ge Orgeln die­ser Grö­ße (22 Regis­ter) mit so hohem Ori­gi­nal­be­stand gibt. Am Orgel­bau Rai­ten­has­lach waren berühm­te Orgel­bau­er betei­ligt, näm­lich 1697 Johann Chris­toph Ege­dach­er (Salz­burg) und 1740 Johann Con­rad Bran­den­stein (Regens­burg). Daher gehört die Rai­ten­has­la­cher Orgel zu den wich­tigs­ten euro­päi­schen Denk­mal­or­geln.
Im Lau­fe der Jahr­hun­der­te muss­te die Orgel meh­re­re nach­tei­li­ge Ver­än­de­run­gen über sich erge­hen las­sen, so dass es unser gemein­sa­mes Ziel sein soll­te, den baro­cken Ursprungs­zu­stand wie­der her­zu­stel­len, damit die­se beson­de­re Orgel ihren baro­cken Cha­rak­ter und ihren gan­zen Charme wie­der zurück­ge­winnt.
Die Pfar­rei Rai­ten­has­lach ver­sucht dem­nächst selbst eine hohe Sum­me zu gene­rie­ren beim Sil­ber­nen Pries­ter­ju­bi­lä­um von Pfar­rer Erwin Jaindl. Vergelt’s Gott!

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